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Übersäuerung und Schmerz

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Kurze Zusammenfassung

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Heutzutage bewegen wir uns zu wenig und dann meistens sehr einseitig. Hinzu kommen u. a. einseitige Ernährungsgewohnheiten.

Hierdurch wird der Gelenkknorpel viel zu wenig Druckschwankungen ausgesetzt und es lastet ein Dauerdruck auf dem Gewebe, was auch benachbarte Strukturen wie Nervenfasern, Lymph- und Blutgefäße zusammendrückt. Zudem fehlt Wasser als Transportmedium.

Ein Flüssigkeitsaustausch findet zu selten statt und wenn, dann genügen die in der Gelenkflüssigkeit enthaltenen Eiweiße und Nährstoffe durch die einseitige Ernährungsvorlieben nicht aus, um den Bedarf ausreichend zu decken.

Die Zellen sterben ab oder schalten auf einen Energiesparmodus um, wenn sie es können. Die Zuckerverbrennung ist zwar nicht so effektiv wie der Sauerstoffverwertung, aber besser als nichts.

Schon durch normale Stoffwechselprozesse fallen Säuren als Abfallstoffe an ohne ausreichend Sauerstoff und ohne ausreichend Vitalstoffe entstehen jedoch wesentlich mehr Säuren.

Diesen Zwischenzustand können Zellen nur eine begrenzte Zeit aufrechterhalten, da sie eine basische Umgebung für ihren Zellstoffwechsel brauchen.

Der Körper versucht um jeden Preis einen Gewebe-pH von 7,4 aufrecht zu erhalten und hat dafür vielfältige Strategien.

Eine Lösung ist, die Säuren mit zahlreichen Stoffen abzubinden d.h. auszukristallisieren und diesen Salz-Kristall-Müll in das Gelenkgewebe und umliegenden Binde-Gewebe zu verschieben und abzulagern.

Durch die scharfkantigen harten Kristalle entsteht mehr Gelenk-Abrieb und es entsteht eine Gelenk-Arthrose. Kristallablagerungen im Bindegewebe vermindern die Gelenk-Elastizität und Flexibilität.

Was ist Übersäuerung ?

Eine Übersäuerung ist eine Abweichung nach UNTEN vom mittleren neutralen PH- von 7,4. Der Körper hält einen Blut – PH- Wert in den engen Grenzen von 7,35-7,45 aufrecht. Darunter spricht man von einer Azidose. Darüber von einer Alkalose.

Alle Körpersysteme sind so fein aufeinander abgestimmt, dass dieser Wert im BLUT um jeden Preis gehalten wird, d.h. sinkt der Wert unter die kritische Marke von 7,35 SIND alle Puffersysteme erschöpft und der Zustand des Organismus ist lebensgefährdet – es kommt zur Bewusstseinstrübung – Koma – Herzstillstand.

Klinisch bedeutsamer ist also eine „latente“ Azidose, die man noch NICHT im Blut anhand des PH´s messen kann, wobei alle Systeme auf Hochtouren gedreht werden und Säure-Flut im Blut und Gewebe über die Ausscheidungsorgane Lunge, Darm, Haut und Nieren versucht werden auszuleiten oder Säuren mit anderen Basen abgebunden werden, um sie unschädlich zu machen.

Diese neutralisierten Säuren werden als Kristall-Müll in das Binde-Gewebe und Fett verschoben und abgelagert. Der Gewebeflüssigkeit-PH ist also schon früher gestört als der Blut-PH.

Um den fehlenden Basenvorrat zu ergänzen, werden körpereigene Reserven angegriffen und Mineralsalze, die in Knochen, Zähnen eingelagert sind, freigesetzt – aber auch aus dem Haarboden, Bindegewebe und Blutgefäßen. Mineralien werden überall eingespart.

Woran erkennt man eine Übersäuerung?

Die Beschwerden sind vielfältig und reichen von brüchigen Nägeln, dünnen Haaren, faltige dellige Haut und Unterhaut, Hautproblemen wie Ekzemen, Neurodermitis, Akne, Pilzerkrankungen, Schwangerschaftsstreifen, Krampfadern, Kreislaufprobleme und erhöhtem Blutdruck durch starre artheriosklerotische Gefäßwände und Herzrhytmusstörungen bis zu Osteoporose, Karies über Gelenk- und Gliederschmerzen, Verspannungen durch verminderte Flexibilität und Elastizität der Fascien und des Bindegewebes, Muskelkrämpfe, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Gereiztheit, Konzentrationsstörungen, zu Unwohlsein, Magenbeschwerden, erhöhter Allergiebereitschaft und Harnsäurekristalle bis Steinbildungen wie Nieren-, Blasen-, Gallen- und Kotsteine.

Wichtig ist,dass man Beschwerden gut beseitigen kann, die „funktioneller“ Natur sind, d. h. wo es noch nicht zu Veränderungen im Gewebe gekommen ist.

Diese Beschwerden kommen dadurch zustande, weil Speicher leer sind, Mangelsymptome bestehen und ein verlangsamter Stoffwechsel besteht.

Strukturelle Veränderungen sind später nicht mehr umkehrbar.

Was sind die Ursachen für Übersäuerung?

Alles was einseitig ist bzgl.

  • Ernährung
  • Bewegung
  • Denken

Und zusätzlich heutzutage durch unzureichende Vitalstoffzusammensetzung der Nahrung bedingt durch intensivere Bodennutzung, ausgelaugte Böden und sogenannten effektiveren Anbau – und Herstellungsmethoden, unreif geerntetes Obst und Gemüse lange Lagerungszeiten und Transportwege.

  • Stress in allen Formen
  • Eingrenzende Denkmuster
  • Psychosoziale Faktoren
  • Leben in Ballungsräumen

Veränderte Lebensbedingungen wie

  • Aufenthalt in geschlossenen Räumen
  • Kunst-Licht
  • Elektrosmog
  • Schlafmangel
  • Arbeitsüberlastung
  • Veränderter Schlaf-Wach-Rhythmus
  • Mediale Dauer-Berieselung
  • Medien mit gewalttätigen Inhalten
  • Drogen wie Alkohol, Nikotin, Kaffee, Rauschgifte
  • Aber auch durch Zucker, Kochsalz
  • Umweltbelastungen durch Chemikalien und Pestiziden in Nahrung, Luft, Wasser, Kleidung, Wohntextilien, Kosmetika, Baustoffen und Holz
  • Medikamente
  • Zahnfüllungen und Werkstoffen
  • Und – und – und –

Leben ist nun mal immer mit Stress verbunden – Entscheidend ist, wie viel Stress besteht und wie man selbst und sein Körper mit Stress zurechtkommt, d. h. wie hoch ist die individuelle Kapazität, Stress unschädlich zu machen.

Welche Möglichkeiten haben wir ? Welche natürlichen Methoden gibt es ?

Oberstes Prinzip ist es also, die Kapazität für Entsäuerung, Entgiftung und Regeneration zu erhöhen.

Wieder die 3 Stellschrauben – wir haben alle in der Hand :

  • Ernährung
  • Bewegung
  • Denken

Zur Ernährung:

Je hochwertiger, natürlicher und basischer unsere Ernährung ist, desto besser.

Die Darstellungen sind streng genommen falsch.

Was richtig ist, dass die auf der „sauren Seite“ dargestellten Lebens- u. Genussmittel Säuren beinhalten, die vom Körper nicht so leicht ausgeschieden bzw. unschädlich gemacht werden können und den Körper „sauer“ machen.

Die auf der „basischen Seite“ dargestellten Lebensmittel enthalten auch Säuren, aber „flüchtige“ d.h. leicht auszuscheidende Säuren. Folglich belasten diese Lebensmittel viel weniger den Organismus.

Mit der Nahrung wird es uns heute nicht leicht gemacht.

Früher sind Menschen verhungert – Heute verhungern wir an vollen Tischen, weil wir inhaltsreduzierte Nahrungshüllen vorgesetzt bekommen, wenn wir nicht aufpassen.

Es macht Sinn, Vitalstoffe zu ergänzen, die natürlichen und hochwertigen Ursprungs sind.

Entgegen einer weitläufigen Vorstellung, macht das heute sogar Sinn für „gesunde“ d. h. symptomfreie Menschen, Kinder und Heranwachsende, weil hier ein „Mangel“ dennoch oft besteht, bisher mehr oder weniger gut kompensiert wird.

Das gilt insbesondere für Menschen mit höheren Herausforderungen und Mehrbedarf – und erst Recht für „kranke“ Menschen und chronisch Kranke, bei denen die Entzündungen und Mangelerscheinungen überhand genommen haben.

Zur Bewegung:

Je vielseitiger, unterschiedlicher und häufiger wir unseren Körper bewegen, desto besser. D.h. z. Bsp. für ein Gelenk in allen möglichen Bewegungsrichtungen.

Entgegen weitläufiger Meinung ist hier die Dehnung wichtiger als das Muskeltraining.

Bewegung und Sport hat einen positiven Begleiteffekt durch Entspannung und automatischen Abbau von Stresshormonen.

Bewegung steigert allgemein die Durchblutung von Organen und Gewebe und erleichtert den Abtransport von Stoffwechsel-Abbauprodukten.

Zum Denken:

Je entspannter ich mit den Anforderungen im Leben umgehen kann, desto weniger wird meine Gehirn-Stress-Achse über die Organe Hypophyse – Hypothalamus – Schilddrüse -Nebenniere gefordert bzw- überfordert und hat genug Zeit sich immer wieder zu erholen.

Weniger Stresshormone bedeuten auch entspanntere Gefäße und bessere Gewebedurchblutung.

Methoden zu Entspannung sind z. Bsp. Atemgymnastik, Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Meditation, Aufenthalte in der Natur oder ein Hobby pflegen, was Spaß macht und Erfüllung bietet.

Ein Tipp hierzu ist, sich als aktiver Gestalter seines Lebens zu positionieren, also sich nicht als Opfer zu sehen bzw. immer Ausreden oder Entschuldigungen für sich zu finden. Wichtig ist, sich auf seine Stärken zu konzentrieren und Sich positiv auszurichten und das Positive selber in die Welt einzubringen, was man gerne in Ihr sehen möchte.

Empfehlungen

Merken: Wir haben alle Stellschrauben selber in der Hand !

Wasser trinken

Einfachste Maßnahme, d.h. ausreichend viel und genug und zwar in Form von Getränken, die „freies Wasser“ als Transportmittel zur Verfügung stellen – das ist v.a Wasser – und nicht Kaffee, Süßgetränke oder Alkohol.

Wir bestehen aus ca. 70 % ( in jungen Jahren bis 80%) aus Wasser – Es ist nicht nur Transportmittel sondern auch entgiftendes und informationsübermittelndes Medium. Bei den Vitalstoffen ist es wichtig, Vitamine, Mineralien und Spurenelenemnte in ausreichender Höhe und aus natürlichen Quellen zuzuführen.

Natürliche naturbelassene Darreichungen erkennt der Körper besser und kann sie besser verwerten, sind also besser bioverfügbar, als synthetische Einzelstoffe. Antioxidatien, die sogenannten OPC´s d. h. Polyphenole sind Radikalfänger Gesunde Fette, d. h. Omega-3 FS zuführen, damit das Verhältnis Omega-3 zu Omega-6 FS im Verhältnis 4:1 wieder ins Gleichgewicht kommt. Omega-3 Fette sind nicht so haltbar, werden schnell ranzig und werden in unserer Nahrung knapp.

Überwiegt Omega-6 im Körper für die Stoffwechselprozesse, so entstehen mehr Ausgangsstoffe für Entzündungsprozesse, die sog. Arachnoidonsäuren , als bei einer ausgewogeneren Zusammensetzung von Fetten.

Krill-Öl sind zudem stärker antientzündlich als Fisch-Öl.

Schwarz- oder Kreuz-kümmelöl ist auch stark antioxidativ.

MSM, organischer Schwefel hilft durch seine Schwefel-Gruppe ( Thiol-, SH-) bei der Entgiftung im gesamten Körper – auch im Gehirn. Selbst sehr hohe Mengen (70 gr.) sind ungefährlich.

Der Körper speichert große Mengen als Reserve und scheidet MSM ohne Probleme über Nieren und Haut wieder aus.

Alle wichtigen Aminosäuren im Körper wie Cystein, Cystin, Methionin, Taurin und der wichtigste Stoff zur Entgiftung im Blut, das Glutathion, sind Schwefel-Gruppen-Lieferanten ( sog. Schwefel -Donatoren).

Deshalb ist es nicht so verwunderlich, dass MSM Schmerzen, Entzündungen, Allergien und sogar Autoimmunreaktionen, d.h. fehlgeleitete Immunreaktionen des Körpers, bei denen sich Zellen gegen körpeereigenes Gewebe richtet und es zerstört, hilft. Schwefel ist entscheidend für die Elastizität des Bindegewebes.

Schwefel ist in hoher Konzentration im Bindegewebes und verleiht ihm Elastizität. Bindegewebe ist nicht nur als Halte- und Strukturvermittelnde Substanz bekannt sondern zunehmend auch als Bioinformationsübertragungsnetzwerk.

Leider geht der organische Schwefel bei der Verarbeitung von Lebensmitteln verloren, obwohl viel Protein hier zu Lande konsumiert wird.

Folglich sollte MSM bei jeder Schmerzbehandlung eingesetzt werden.

Leider wird das in der Schulmedizin nicht vermittelt.

Rote Früchte

Rote, violette oder blaue Farbeinteile im Obst und Gemüse enthalten Flavonoide (auch Polyphenole od. Anthocyane genannt). Sind in hoher Konzentration in den äußeren Schalen enthalten und schützen die Frucht selbst vor Sauerstoffradikalen. Ihr Genuss entfaltet antioxidative Effekte, was man an einer schnelleren Regeneration und Wundheilung, Entzündungshemmung, niedrigeren Sauerstoffverbrauch in den Muskeln, erniedrigte Harnsäurebildung und an einem besseren und längeren Schlaf durch eine erhöhte Melatonin-Bildung messen kann.

Calzium – Magnesium – Kalium sind basisch wirkende Mineralien. Im nicht ionisiertem Zustand beträgt des PH-Wert 7,35 – also leicht basisch. Im ionisiertem Zustand liegt er bei PH 9,45 – also stark basisch.

Nahrungsergänzungsprodukte für Gelenke (Magn., Zink, Kupfer, Mangan ,Glucosamin, Hyaluronsäure, Chondrinsulfat, Kollagenhydrolysat, Silicuim)

Wichtig hierzu wäre zu wissen, dass dieses Produkt Sinn macht als Ergänzung zu einer Basisversorgung an Vitalstoffen, die alle wichtigen Nährstoffe beinhaltet und das Gewebe unterstütz basisch zu werden on top sozusagen kann man spezielle Stoffe höher dosieren, damit sich der angeschlagene Knorpel und das Bindegewebe noch besser regenerieren kann.

Wärme-Anwendungen, z. B.: Wannenbad, Sauna

Allg. bekannt, steigert die Durchblutung und fördert die Mehrdurchblutung vom Gewebe und somit auch den Abtransport von Stoffwechselstoffen

Ergänzung:

Vermeiden von Dauer-Einnahme von Magenschutz- Medikamenten, sog. H2-Blockern. Diese hemmen die Magensäure-Bildung folglich ist ein Weg zur Ausscheidung überschüssiger Säuren geblockt, was die Übersäuerung fördert.

Gleichfalls ist die Aufspaltung von Nahrung und Abtötung von Keimen (Bakterien, Viren, Parasiten) durch fehlende Magensäure unzureichend, was die Verdauung beeinträchtigt und eine unzureichende Aufschlüsselung der Nahrung mit sich zieht.

Bedeutung von Prävention :

Es ist sinnvoll vorbeugend zu arbeiten, und den Körper zu unterstützen, eine Übersäuerung erst gar nicht entstehen zu lassen.

Wichtig ist, sich zu merken, dass der Körper 70% von Magelsituationen ausgleichen kann ohne das man „krank“ erscheint.

Treten Symptome auf, ist der Körper schon im Ungleichgewicht und es besteht Handlungsbedarf, um gravierende Folgen zu vermeiden, die sich dann nicht mehr so einfach behandeln lassen.